Danken

Ein Foto vom Erntedank-Altar in unserer Klinikkapelle. Hildegard Geberth hat ihn liebevoll ausgeschmückt, dafür sind wir ihr sehr dankbar.

Was sich da so ansprechend vor unseren Augen ausbreitet, das hilft uns aufmerksam sein auf all das viele, was uns geschenkt wird: gutes Gelingen, Wachstum und Gedeihen, Sonnenschein und Regen, die kleinen Freuden des täglichen Lebens.

Darüber können, sollen und dürfen wir dankbar werden, dankbar gegenüber dem, von dem das alles herkommt: Gott.

Es wäre allerdings ein Missverständnis zu meinen, dass Gott meinen Dank nötig hätte. Er braucht meinen Dank nicht. Ich habe das Danken nötig.

Das Danken ermöglicht mir eine andere Beziehung zu den Dingen um mich herum, zu meinen Mitmenschen und zu Gott. Auch eine andere Beziehung zu  mir selbst: Wenn ich danke, bin ich außer mir und doch bei mir selbst – ein wunderbares Gefühl! Ich muss nicht alles allein hinbekommen, ich bin ein Beschenkter.

So entdecke ich wieder das Wesentliche, das, worauf es ankommt. Bei mir, bei uns allen: Wir sind alle von Gott geliebt, werden von ihm gefördert und am Leben erhalten. Es tut gut, als Mensch unter Menschen zu arbeiten, füreinander da zu sein und miteinander zu feiern.

Danke!

Ihr Hans-Joachim Roth

Evangelische Klinikseelsorge Hanau