Ethikberatung

In der modernen Medizinethik werden Prinzipien angewendet, die sehr hilfreich sind, wenn man ethische Entscheidungen in Gesundheitsfragen treffen muss.

Das Prinzip der Autonomie geht davon aus, dass jeder Mensch grundsätzlich frei ist, über sich selbst zu entscheiden. Jeder bestimmt selbst, was für ihn wichtig ist, was er mit sich machen lassen will und was nicht. Jede Handlung an einem Menschen ist danach zu beurteilen, ob sie seine Freiheit respektiert. Daraus folgt zum Beispiel: Kein Eingriff ohne vorherige Aufklärung und Einwilligung („informiertes Einverständnis“).

Schwierigkeiten ergeben sich dann, wenn ein Mensch hinsichtlich seiner Wahrnehmungsfähigkeit und Mündigkeit eingeschränkt ist. Oder er wird bewusstlos aufgefunden, und es gibt keine Hinweise darauf, was er in der eingetretenen  Situation wollen könnte.

Das Prinzip Nicht-Schaden fordert die Unterlassung von allem, was den Patienten oder die Patientin beeinträchtigen könnte. Schwierigkeiten für die genauere Beurteilung ergeben sich schon allein dadurch, dass viele medizinische und pflegerische Maßnahmen Schädigungen in Kauf nehmen müssen, um Ziele zu erreichen, die für höherwertig erachtet werden.

Das Prinzip der Fürsorge ist die Pflicht, Übel und Schaden zu verhindern, einen bereits eingetretenen Schaden zu beseitigen und alles zu fördern, was gut tut.

Schwierigkeiten ergeben sich, wenn Fürsorglichkeit, Nicht-Schaden und Autonomie miteinander in Konflikt geraten. Eine ethische Fallberatung kann da weiterhelfen. Die verschiedenen Aspekte werden eingehend beleuchtet. Daraufhin wird eine Empfehlung erarbeitet, was zu tun und was zu unterlassen ist.

Im Klinikum Hanau kümmert sich das Ethikkomitee um solche Probleme. Für den ambulanten Bereich haben sich mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins palliative Patientenhilfe Hanau einige Personen zu Beraterinnen und Beratern qualifizieren lassen. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Beratung vermittelt bekommen wollen.

Ihre evangelische Klinikseelsorge im Klinikum Hanau