Ökumenischer Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder und Jugendliche

Die Farben des Regenbogens breiten sich aus auf den Stufen zum Altar der Stadtpfarrkirche Mariae Namen in Hanau. Darauf leuchten Kerzen mit den Namen der Kinder und Jugendlichen, die betrauert werden.

Am letzten Sonntag des Kirchenjahres feierten wir zum 20. Mal einen Gottesdienst im Gedenken an früh verstorbene Kinder und Jugendliche. Das Motto lautete dieses Jahr „Regenbogen - Hoffnungszeichen“.

Ein Team bestehend aus engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ambulanten Kinderhospizdienstes Hanau und der evangelischen und katholischen Kirche in der Region Hanau hatten in mehreren intensiven Treffen diesen ökumenischen Gottesdienst zusammen mit der Klinikseelsorge vorbereitet und Aufgaben bei der Durchführung übernommen.

Die Mühe lohnte sich offensichtlich. Mehr als 70 Menschen folgten der Einladung, und es wurden die Namen von 21 Kindern aus 18 Familien verlesen.

Gegenüber dem Vorjahr verdoppelte sich die Kollekte, so dass je 112,- Euro an die Initiativen Herzenssache und die Schmetterlingskinder weitergeleitet werden können. Dort fertigen Frauen in ehrenamtlicher Arbeit Kleidungsstücke und Schlafsäcke für still geborene oder nach der Geburt verstorbene Babys an. Sie stellen diese Krankenhäusern kostenlos zur Verfügung, damit auch die Allerkleinsten würdig und liebevoll bekleidet sein können.

Der Chor TonArt aus Maintal-Hochstadt ließ es sich trotz der Vorbereitungen für sein weihnachtliches Konzert am 8. Dezember in der Kirche in Hochstadt nicht nehmen, mit seinen Gesangsbeiträgen das Miteinander musikalisch abzurunden. Zusammen mit Regionalkantor Armin Press an der Orgel trug er entscheidend zu der besonderen Atmosphäre dieses Gedenkgottesdienstes bei.